Rund ums Meditieren

Das Gedankenkarussell stoppen? Eine Übung …

gedankenkarussell stoppen

Unaufhörlich dreht sich das Karussell der Gedanken in unserem Kopf. Entweder knabbert es tatsächlich an aktuellen Problemen, für die es im Moment keine Lösung hat, kritisiert, nörgelt oder gibt Belanglosigkeiten von sich. Im Englischen spricht man bei diesem nervigen Phänomen unseres Daseins von “Monkey Mind”. Eigentlich stammt der Begriff aber aus dem Buddhismus. Er bezieht sich auf den unruhigen, nervösen oder verwirrten Verstand. Wie du das Gedankenkarussell stoppen kannst, erfährst du in diesem Beitrag!

Gedanken abschalten

Aber Achtung: Das Gedankenkarussell stoppen?

Dieser Teil von uns lässt sich nicht einfach unterdrücken. Ganz im Gegenteil: Er besteht darauf gehört zu werden. Dafür gibt es eine wunderbare Übung aus der Achtsamkeitslehre, die ich euch in diesem Beitrag vorstellen möchte.

Monkey mind beruhigen

Statt das Gedankenkarussell stoppen zu wollen:

Sprich deine Gedanken aus

Keine Angst! Das wird jetzt keine Aufforderung, jedem die Meinung zu sagen. Ganz im Gegenteil. Dabei geht es ganz allein um dich.

Nimm dir einmal täglich mindestens 5 Minuten Zeit für diese Übung. Sorge dafür, dass du ungestört bist. Setze dich bequem hin und lausche nach innen. Sobald der erste Gedanke auftaucht, sprichst du ihn laut aus. Verfahre so weiter – spreche alles aus was du denkst aber ohne deine Gedanken zu bewerten. Als wenn du aus einem Buch vorlesen würdest.

Im ersten Moment wird dir das vermutlich komisch vorkommen. Es ist aber sehr effektiv. Als ich diese Übung zum ersten Mal ausprobierte, musste ich über mich selbst und meine Gedankengänge lachen. Ich hatte zunächst gar keine Lust darauf, weil ich nicht an die Effektivität glaubte. Ich wurde aber eines Besseren belehrt.

Du wirst merken, das mitunter ziemlicher Quatsch dabei raus kommt, wenn du deine Gedanken verbalisierst. Und dieser Quatsch spielt sich täglich in deinem Kopf ab! Das was in deinem Kopf vor sich geht, wirkt laut ausgesprochen völlig anders. Du wirst dir bewusst, was Gedanken eigentlich sind – nämlich nichts als Wortfetzen, mitunter ohne erkennbaren Zusammenhang.

Es relativiert deine Sicht auf deine eigenen Gedanken, denen du so viel Bedeutung schenkst. Diese Übung schult dich darin, die Beobachterrolle einzunehmen und die Gedanken, Gedanken sein zu lassen, wertfrei damit umzugehen. Sie weder positiv noch negativ zu bewerten. Eine wirklich wichtige Erkenntnis, die sich jeder bewusst machen sollte.

Probiere es einige Tage lang aus und berichte mir gerne wie es dir damit ergangen ist.

Bleib entspannt!

Deine Kathi <3

P.S. Wenn dir diese Übung gefallen hat, findest du sicher auch diese hier hilfreich!

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