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Lange Zeit habe ich diese ganze Mantra-Sache immer von mir geschoben, mich aber auch nicht näher damit befasst bzw. befassen wollen. Mir war das Ganze viel zu esoterisch, viel zu abgehoben.

Dann bin ich auf die Mantra-Meditation aufmerksam geworden. Nach einem erneuten Anflug von Skepsis, habe ich jeden Protest, der sich in mir bilden wollte, heruntergeschluckt und mich einfach drauf eingelassen. Und das Ganze hat mir tatsächlich so gut getan, dass ich mehr über Mantras und deren Bedeutung wissen wollte, viel darüber las, mich weiterbildete und mir meine eigene Mantra-Routine bastelte.

Mantras Mantra Meditation

Wie sieht meine Mantra-Praxis aus?

Es ist natürlich nicht damit getan, dass ich mir ein hübsches Mantra aussuche und es dann vergesse. Ich versuche das Mantra so oft wie möglich anzuwenden. Beispielsweise beim Meditieren – sowohl vor als auch nach der eigentlichen Meditation, um mich zu zentrieren und einzustimmen bzw. als Abschluss der Meditationspraxis. Oder ich mache eine Mantra-Meditation.

Im Alltag hilft mir das Mantra des Monats in vielen Situationen, beispielsweise wenn ich bemerke, dass ich mich in Grübeleien verstricke oder mich nicht auf das konzentrieren kann, was ich gerade tue, holt mich das Mantra zurück in die Gegenwart. Wenn ich emotional aufgewühlt bin, benutze ich das Mantra, um mich zu erden. Häufig habe ich auch beim Einschlafen das Mantra im Kopf oder direkt beim Aufwachen usw. Es gibt so viele Möglichkeiten das Mantra in seinem Alltag zum Leben zu erwecken.

Probier es doch mal aus und lasse mich dann gerne wissen, wie es für dich war. Nachfolgend stelle ich dir dafür einige meiner Mantra-Favoriten und ihre Anwendungsmöglichkeiten vor. Weitere kannst du dir hier erklären lassen.

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Om

Om is der sogenannte Urklang, aus dem nach hinduistischem Glauben das gesamte Universum entstanden ist. Man sagt, der Klang des Om reinigt und klärt den Raum, in dem es erklingt.

Während der Meditation ist Om aus mehreren Gründen besonders hilfreich. Als Urklang verbindet es dich mit allem, was dich umgibt. Als Bija-Mantra (Samen-Mantra, einsilbiges Mantra) deines Stirnchakras hilft es dir dabei dich zu zentrieren.

Übung:

Versuch doch mal dich, während du meditierst, auf deine Stirn zu konzentrieren und dabei Om zu denken. Mache das eine Weile und pausiere dann. Spüre nach, genieße die Stille und Gedankenleere während du dich weiter auf dein Stirnchakra konzentrierst. Beginnt das Gedankenkarussel sich zu drehen, kannst du dich mit Om zurückholen und erneut zentrieren.

Das ist die einfachste Mantrameditiation, die es gibt und dennoch ist sie sehr effektiv.

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Aad Guray Nameh

Das Schutzmantra Aad Guray Nameh hilft dir wenn du unsicher bist oder dich Ängste quälen, zurück zu deiner inneren Stärke und Sicherheit zu finden. Mit diesem Mantra siehst du die Dinge klarer und lässt dich nicht von unnötigen Zweifeln aus der Ruhe bringen.

Wörtlich bedeutet das komplette Mantra:

Aad Guray Nameh: Ich verneige mich vor dem Ursprung der Weisheit.
Jugaad Guray Nameh: Ich verneige mich vor der Weisheit aller Zeiten.
Sat Guray Nameh: Ich verneige mich vor der wahrhaftigen Weisheit.
Siri Guru Deve Nameh: Ich verneige mich vor der erhabenen, unsichtbaren Weisheit.

Solltest du dir Sorgen um die richtige Aussprache machen, suche das Aad Guray Nameh-Mantra einfach mal bei YouTube. Dort gibt es eine Reihe von Interpretationen.

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Hari Om

Hari Om ist ein Glücksbringer. Dieses Mantra vertreibt trübe Gedanken und verbindet dich wieder mit den schönen Dingen um dich herum. Mit dem Mantra Hari Om zu meditieren aktiviert die Chakren und lässt deine Lebensenergie, das sogenannte Prana, durch deinen gesamten Körper fließen.

Bedeutung im Detail:

„Hari“ = „der Entferner“, soll Leid und alles Schlechte beseitigen
„Om“ = ursprüngliche kosmische Schwingung, verbindet dich mit allem, das dich umgibt

Aufgrund dessen wird dem Mantra Hari Om die Kraft zugesprochen, alles Leid zu beseitigen und dich stattdessen mit Glück zu füllen und zu verbinden.

Skeptisch? Kann ich nachvollziehen aber nimm dir doch mal die Zeit das Ganze auszuprobieren!

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So Ham / Ham Sa

Das sogenannte Ajapa-Mantra ist der natürliche Laut, den jeder von uns beim Atmen macht. Ham bzw. So beim Einatmen Sa bzw. Ham beim Ausatmen. Übersetzt man Ham Sa erhält man „Ich bin er.“, was bedeutet, dass alles und jeder mit allem und jedem verbunden ist. In der Funktion als natürlicher Laut des Atems eignet sich das Ajapa-Mantra perfekt für Atem-Übungen oder Meditationen.

Atemübung:
Du kannst diese Atemtechnik direkt nach dem Aufwachen, kurz vor dem Einschlafen oder als ausgleichende Pause zwischendurch anwenden:
Setze oder lege dich bequem hin. Lasse deinen Atem ganz natürlich fließen. Beim Einatmen denkst du So, beim Ausatmen Ham ODER beim Einatmen Ham und beim Ausatmen Sa. Probiere beide Varianten aus und schaue mit welcher du dich wohler fühlst.

Diese Atemtechnik kommt ursprünglich aus dem Yoga. Sie beruhigt deinen Geist und lässt dich wieder ins Hier und Jetzt zurückkommen, sollte dein Gedankenkarussell mal wieder ein paar Extrarunden drehen.

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Om Tare Tuttare Ture Soha

Es ist das Mantra der grünen Tara – wörtlich „Retterin“ – die „Göttin des Mitgefühls“, die du mit diesem Mantra anrufst. Klingt wie immer mega esoterisch, für mich ist es aber eher eine Art Unterstützung – sowohl in meiner Meditationspraxis, als auch im Alltag.

Om Tare Tuttare Ture Soha ist einerseits bekannt als Schutzmantra. Tara soll den Rezitierenden vor den acht Arten der Angst schützen – Stolz, Verblendung, Zorn, Neid, falsche Ansichten, Geiz, Begierde und Zweifel. Zum anderen wird der grünen Tara zugesprochen Wünsche zu erfüllen – wie zum Beispiel die Erreichung eines besonderen Vorsatzes. Also alles in allem ein paar sehr praktische Silben.

Suche auf YouTube nach dem Tara-Mantra. Es gibt viele verschiedene Videos, in denen das Mantra gechanted wird. Suche dir das aus, welches dir am meisten zusagt und lasse es auf dich wirken. Vielleicht hast du Lust das Mantra selbst zu chanten oder in Gedanken zu rezipieren während du meditierst, beim Aufstehen, vor einem wichtigen Termin oder dem nächsten Date!?

Mantra praxis mantras meditation

Om Śrī-Durgāyai Namah

Mit dem Mantra „Om Śrī-Durgāyai Namah“ – dem Durga-Mantra – rufst du die Energie Durgas an. Sie ist die Gemahlin Shivas und steht für mütterliche Liebe, Schutz und Fürsorge.

Dargestellt wird Durga meist mit acht Armen! Sehr realistisch für eine Mama, wie ich finde. Allerdings repräsentieren die Arme hier die acht bzw. zehn Richtungen des Hinduismus. Durga soll in allen Richtungen vor Gefahren, bösen Einflüssen und Elend beschützen. Dabei zerstört sie Kräfte wie Selbstsucht, Hass, Wut oder Eifersucht.

Weitere Mantras wie das Lotus Mantra, das Adi-Mantra oder das Ganesha Mantra stelle ich dir hier in der Mantra-Episode von Bleib entspannt! Dem Meditations-Podcast vor. Höre doch gern mal rein!

Vor allem aber: Bleib entspannt!

Deine Kathi <3

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