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Stress schwächt dein Immunsystem: Vom richtigen Umgang mit Stress

Stress Immunsystem

Permanenter Stress ist nicht gut für uns. Das ist keine große Neuigkeit! Aber Stress kann mitunter auch krank machen und das Immunsystem schwächen. Etwas, das wir in diesen Zeiten so gar nicht gebrauchen können. Wie du das verhinderst und produktiv mit deinem Stress umgehen, ihn sogar nutzen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Die Auswirkungen von Stress aufs Immunsystem

Stress ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Auf Dauer durchbricht der Stress jedoch die Schranken unseres Immunsystems. Die Folge sind zum Beispiel Bluthochdruck, Rückenschmerzen oder Depressionen. Wird das ignoriert kann es mitunter zu schweren Herz/Kreislauf- und Nierenerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Entzündungskrankheiten kommen.

Doch ein Leben ohne Stress ist in unserer hektischen Welt wohl eher selten zu finden. Stress ist ein Phänomen unserer Zeit. Der entscheidende Punkt ist, wie wir damit umgehen. Nicht jeder Stress macht automatisch krank. Ganz im Gegenteil! Der sogenannte positive Stress – Eustress – hilft dir sogar dabei den Körper gesund zu halten und stärkt deine Abwehrkräfte. Immunbiologen haben nachgewiesen, dass ein dosierter, regelmäßiger positiver Stress das Immunsystem stimulieren kann. Wird es regelmäßig, kurzfristig aktiviert, bleibt es dadurch in Übung und reaktionsschnell.

Stress Immunsystem

Zurück in die Steinzeit

Als wir Menschen noch darauf angewiesen waren, Tiere zu jagen, um zu überleben, half Stress unserem Körper dabei. Genau dafür hat Mutter Natur ihn uns gegeben. Das ist seine ursprüngliche Funktion. Er hilft uns dabei für kurze Zeit Körper und Geist komplett auf ein Ziel zu fokussieren. Die Stressreaktionen versetzen uns in erhöhte Alarmbereitschaft. Bei Gefahr schlägt dein Herz schneller, dein Atem beschleunigt sich, deine Muskeln spannen sich an und die Pupillen weiten sich. Dein Körper ist im wahrsten Sinne des Wortes „sprungbereit”. Gleichzeitig arbeiten die Verdauungsorgane langsamer. Dein Großhirn wird ausgeschaltet und deine Reaktionen erfolgen instinktiv und dadurch schneller. Soweit so positiv.

Die Betonung liegt auf kurzfristig

Kurzfristiger Stress hat also durchaus seine Vorteile, auch aufs Immunsystem. Kurzfristig lautet hier jedoch das Zauberwort! Wird aus kurz lang ist es vorbei mit den positiven Effekten. Bedenklich wird das Ganze, wenn der Stress nicht mehr nur kurz stattfindet, sondern zu einer dauerhaften Angelegenheit wird. Dann ist schleunigst Zeit auf die Bremse zu treten. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol steigert bei kurzfristiger Belastung alles was für den Moment wichtig ist, auch die Abwehrkräfte. Langwieriger Stress schwächt das Immunsystem allerdings. Bleibt Cortisol länger im Blut unterdrückt es die Abwehrreaktionen im Körper.

Bei Dauerstress häufen sich aus diesem Grunde Erkältungen oder andere Infekte und man wird auch langsamer wieder gesund als im Normalfall. Bestehende Erkrankungen wie Asthma oder Herz-Kreislauf-Probleme können sich zudem verschlechtern. Aber: Entscheidend für die Höhe des Cortisol-Pegels ist der Stress, der im Inneren wahrgenommen wird, nicht das tatsächliche Ausmaß.

Eine Frage der Einstellung?

Negativer Stress, der sogenannte Disstress, hängt zusammen mit Gefühlen von Trauer, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit, Angst und Verzweiflung. Möchte man gesund bleiben, muss man genau hier ansetzen. Zu den Sofortmaßnahmen zählt alles was entspannt und hilft das Feuer im Körper zu löschen. Das können Meditationsübungen sein, aber auch ruhige Spaziergänge im Grünen oder ausgleichender Sport wie etwa Yoga oder Tai Chi.



Gehörst du zu den ständig stressgeplagten Menschen, solltest du allerdings nicht nur Entspannungstechniken lernen und regelmäßig ausüben, sondern auch an deiner Grundeinstellung arbeiten. Denn, Stress ist durchaus Ansichtssache. Jemand, der sich bspw. selbst viel Druck macht oder schnell ängstlich und verzweifelt reagiert, hat einen deutlich höheren Cortisol-Pegel, als jemand, der unter demselben Stresspegel innerlich ruhig und gelassen bleibt. Dieser innere Umgang mit Stress kann trainiert werden.

Der Stress – dein Freund und Helfer

Mache dir den Stress zu deinem Freund. Heiße ihn willkommen in dem Wissen, dass er dir dabei hilft, anliegende Aufgaben zu bewältigen. Lasse dich von deinem produktiven Stress mitreißen und genieße, dass du dadurch effektiver arbeiten kannst. ABER: Lasse ihn danach auch wieder ziehen. Nutze deine Pausen, um zu meditieren oder dich auf andere Weise zu entspannen, so dass Körper und Geist sich erholen können.

Immunsystem Stress

Das Immunsystem bei Stress ins Fitness-Center schicken

So oder so – gestresste Menschen sollten generell darauf achten, ihr Immunsystem zusätzlich zu stärken. Eine gesunde Ernährung ist hierbei besonders wichtig. Viel frisches Obst und Gemüse, Nüsse und andere gesunde Öle bringen die Abwehrkräfte auf Vordermann. Körperliche Fitness steigert auch die Stressresistenz. Bewegung, insbesondere an der frischen Luft, ist für das Immunsystem wie eine Massage für verspannte Schultern. Abhärtung durch Sauna-Besuche oder Heiß-/Kaltduschen sind die nötige Spachtelmasse um die Mauer unserer Abwehrkräfte zu stabilisieren und den Stress schlicht und ergreifend abprallen zu lassen.

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Welche Strategien nutzt du gegen Stress?

 

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